Still war es geworden …

Still war es hier geworden, sehr still …

Vieles hat sich wiederholt in der Tagesstätte, weswegen ich erstmal eine Pause einlegte um nicht alles zu langweilig wirken zu lassen …

Nun hat die Tagesstätte erstmal 2 Wochen wegen Urlaub geschlossen und ich finde endlich mal wieder die Zeit und Kraft hier etwas zu schreiben und die letzten Wochen Revue passieren zu lassen.

Wie schon geschrieben, hatte ich das Gefühl immer fast das gleiche zu schreiben, die gleichen Angebote, vom Kochen, von der Langweile und und und, also entschied ich erstmal eine Pause einzulegen. Ich habe oft an meine Blog gedacht, doch meist oft Abends nicht mehr die Kraft gehabt mich dran zu setzten und ein wenig von meinem Tag zu schreiben. Es fehlte nicht die körperliche Kraft, sonder eher die innere Kraft …

Mit dem Projekt Paravent sind wir so gut wie fertig, leider war Herr X. zwischendurch immer mal wieder krank, sodass es nur schleppend voran ging, nun aber ist der Paravent zu 95% fertig und wird sicher nach dem Urlaub endgültig fertig gestellt. Dann folgen natürlich auch ein paar Bilder (wenn ich die Erlaubnis dazu erhalte).

Ich möchte hier und heute aber nicht nur über die schönen Dinge schreiben, denn ich wurde dort auch ziemlich verletzt …

Am 4.7. Morgens nach dem Frühstück, bat mich Herr X. zu einem Gespräch …

Ich habe neben den Depressionen und Borderline leider auch noch andere Erkrankungen wie zum Beispiel Psoriasis (Schuppenflechte), ich hoffe es kommen nun keine Vorurteile (wie von ein paar Leuten aus der Tagesstätte) es ist nichts was ansteckend ist, allerdings eben nun einmal nicht schön anzusehen ist. Zudem gibt es die Problematik, das man eben auch Hautschuppen verliert, denn die Haut erneuert sich in nur ca. 7 Tagen statt in einem Monat was zur Schuppung führt und deswegen muss man viel eincremen, sodass diese Schuppen eben weggehen. Ich kratze mich nicht viel, aber alleine die Bewegung und Reibung der Klamotten an der Haut führt eben dazu, das man Hautschuppen verliert. Ich weiß das es nicht schön und angenehm ist, mir ist das ja selber unangenehm, aber genau aus diesem Grund wurde ich an diesem Tag wieder nach Hause geschickt …. Weil es einige Leute dort stört und sie es ekelig finden …

WAS ??? Ich werde also aus einer Einrichtung für Menschen mit psychischen Problemen nach Hause geschickt, weil es einige stört und ekelig finden ?

Das hat mich mehr als nur getroffen, es hat mich umgeworfen wie ein Faustschlag ins Gesicht … Ich war hin und her gerissen zwischen Wut, Hass und Trauer … Ich kann doch nichts dafür das die Psoriasis sich in den letzten Wochen so sehr verschlechtert hat und leide eh schon darunter und nun sagt man mir, gehen Sie nach Hause und kommen Sie wieder, wenn Sie das einigermaßen im Griff haben ???

3 Monate hatte ich mir schon den A**** aufgerissen um jeden Morgen überhaupt aufzustehen und dorthin zufahren, habe nie gefehlt, sei denn es gab wichtige Termine die sehr lange dauerten, sogar nach oder vor Artzterminen bin ich noch hingefahren, was man von anderen dort nicht behaupten kann … Und nun nimmt man mir wieder meine Struktur und verletzt mich auch noch dermaßen …

Wie es mir damit ging ?

Wütend, Traurig, Enttäuscht, Niedergeschlagen … So vieles an Gefühlen, was ich letzter Zeit versucht habe zu verdrängen, zu vermeiden …

Nun war alles wieder da …

Ich bekam überraschend am Dienstag von meiner Oma Besuch, sie wollte bis Samstag bleiben, eigentlich hatte ich darauf nun nicht wirklich Lust, wollte lieber alleine sein … aber vielleicht war es auch gut so … war ich doch abgelenkt von all dem und konnte nicht wieder in eine Abwärtsspirale fallen.

Ich hatte zwischendurch auch einige Telefonate mit Herrn X, die aber im Grunde nicht wirklich ein klares Ergeniss erzielten …

Am Dienstag dann entschloss ich mich einfach wieder gegen Mittag hinzufahren, denn heute sollte gegrillt werden hatte ich erfahren und das war mein Vorschlag, in der Woche vor dem Urlaub mal zu Grillen. Nach einem längerem Gespräch mit Herrn X. blieb ich nun also da … Und auch die letzten 3 Tage (Mi-Fr) war ich wieder in der Tagesstätte. Nun haben wir erstmal Urlaub und ich kann (und werde es hoffentlich) mich um die Dinge kümmern, die so lange liegengeblieben sind.

Das war es erstmal von mir. Noch weiß ich nicht genau in welchen Abständen ich hier wieder schreiben werde, aber ganz Sterben lassen möchte ich den Blog nicht, denn es hilft manchmal auch sich die Dinge von der Seele zu schreiben und sie somit ein wenig zu verarbeiten …

In diesem Sinne, hoffentlich bis bald.

Start der Tagesstätte ist dann der 1.8.2016

still

tropfen

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